Wichtige Information

Liebe Patienten*innen,

nach 43 Jahren ärztlicher Tätigkeit werde ich mir ab Mai 2022 ein wenig mehr Ruhe gönnen und kürzertreten.

Ab dem 15.04.2022 werde ich meine Praxistätigkeit im Erbach Parc in Morbach beenden. In der Zeit in Morbach habe ich viel Zuspruch und Anerkennung erhalten und viele persönlichen Beziehungen geknüpft.

Hiermit bedanke ich mich ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und die vielen berührenden Begegnungen.

Um Ihnen weiterhin zur Verfügung zu stehen, erreichen Sie mich zukünftig per Telefon-/Videosprechstunde in meiner Praxis in Berlin.

Dr. med. Bernd Seitz, Schillerstr. 21, 14163 Berlin-Zehlendorf, Tel. 030 - 94 866 932, mobil 0170 - 48 21 756,

info@allgemeinmedizin-berlin-zehlendorf.de, www.allgemeinmedizin-berlin-zehlendorf.de

Ich wünschen Ihnen von ganzem Herzen alles Gute und vor allem Gesundheit.

Mit herzlichen Grüßen der Verbundenheit.

Ihr Dr. Bernd Seitz

Reizdarmsyndrom

Beim Reizdarmsyndrom (Colon irritabile; Kolon irritable) handelt es sich um eine funktionelle Darmstörung, bei der keine ursächlichen Störungen gefunden werden können.

Das Reizdarmsyndrom ist eine Ausschlußdiagnose, d.h. erst nach Ausschluß organischer Ursachen darf die Diagnose gestellt werden.

Das Reizdarmsyndrom betrifft vor allem junge Menschen unter 45 Jahren und kommt bei Frauen zwei- bis dreimal häufiger vor als bei Männern.

Die Erkrankungsrate (Punktprävalenz) in westlichen Ländern beträgt ca. 10–20 % bei einer wesentlich höheren Lebenszeitprävalenz.

Man kann das Reizdarmsyndrom wie folgt einteilen:

  • Reizdarmsyndrom mit Bauchschmerzen und Obstipation (Verstopfung) und/oder Diarrhoe (Durchfall), bei 80 % der Fälle
  • Reizdarmsyndrom mit schmerzloser Diarrhoe (Durchfall), bei 20 % der Fälle

Die Leitsymptome des Reizdarmsyndroms sind:

  • Rezidivierende – wiederkehrende – Schmerzen im Unterbauch
  • Veränderte Stuhlgewohnheiten wie ein Abwechseln von Obstipation (Verstopfung) und Diarrhoe (Durchfall)
  • Meteorismus (Blähungen)

Bis heute ist keine eindeutige Ursache für das Reizdarmsyndrom gefunden worden.

Es wurde jedoch festgestellt, dass bei den meisten Patienten eine unter der Norm liegende Schmerzschwelle im Bereich des Darms vorliegt, was als Hyperalgesie bezeichnet wird.

Die Hyperalgesie ist als einziger Faktor in der Entstehung des Reizdarms in Studien übereinstimmend belegt worden. Weiterhin wird über eine gesteigerte Motorik im Dickdarm, gesteigertem Gasrückfluss in den Magen und eine stark verlängerte Durchgangszeit der Nahrung durch den Darm diskutiert.

Bei etwa einem Viertel der Reizdarm-Patienten ging der Erkrankung eine Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung) voraus.

Aus meiner persönlichen Erfahrung ist es sinnvoll auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten abzuklären.

Gerne beraten wir Sie über die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei einem Reizdarmyndrom und vor allem über die Vermeidung der Symptomen dieser Erkrankung.